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Alpinroute Weg der hungrigen Murmeltiere, Rotwand - Rotwand (Zillertaler-Hauptkamm) 12/2007
Bewertung ** Absicherung *** Exposition S
Schwierigkeit 7+ obbl. Schwierigkeit 7+ Wandhöhe 320
Kletterzeit (Std.) 4.0 Abstieg (Std.) 3.0 Stützpunkt Wollbachalm
Ausrüstung NNA + 7 Expresschlingen (insgesamt 14)
Zustieg Stützpunkt 0.5
Zustieg ab Stützpunkt 1.5
Erstbegehung 2005 und 2007: Georg Jageregger und Freunde
RP Erstbegehung n.b.
Detail
Beschreibung
Elegante und abwechslungsreiche Kletterroute. Anstrengende und ausgesetzte Riss-, Verschneidungs- und Plattenkletterei auf kompaktem Granit in alpinem Ambiente an den Südabstürzen des Zillertaler-Hauptkammes. Die Route wurde ausschließlich von unten eröffnet ( A1-A3 und frei ) und ist perfekt mit Bohrhaken und zusätzlich einigen Haken ausgerüstet. Felshammer und ein kleines Sortiment an Haken ( am besten kleine Messerhaken ) sollten in einer solchen Wand zumindest im Rucksack mitgeführt werden. An den oft rutschigen Grashängen des Vorbaus sollte man mit Profi lbergschuhen auf- und zuletzt absteigen.
Obwohl die Route optimal abgesichert ist und die Wand nach Süden abfällt, sollte man nicht vergessen, dass man in einer stets großen Wand direkt am Alpenhauptkamm klettert mit all ihren objektiven Gefahren wie plötzlicher Wetterumschwung, Schneefall und Vereisung nach Temperatursturz, Steinschlag und Geröllablagerungen nach starken Regenfällen ( vor allem am Vorbau und rechts in der großen Schlucht ), relativ langer Zu- und Abstieg usw... Bei einem angenehm warmen
Sommer- oder Herbsttag kommt jeder geübte Kletterer bestimmt voll auf seine Kosten!
Zustieg
Mit dem Auto fährt man vom Kirchbühel in St. Jakob im Ahrntal an der orographisch rechten Talseite der Ahr über asphaltiertem Weg hoch bis zu kleinem Parkplatz ( 1.500m ) nach dem letzten Wohnhaus ( „Ebnerhof“ ). Anschließend erreicht man zu Fuß ( alternative Mountainbike ) über die Forststraße nach ca. einer ½ Stunde die Wollbachalm ( 1.609m ), im Sommer bewirtschaftet und übernachtungsmöglichkeit im Heustadel. Dem markierten Steig folgend, erreicht man nach einer weiteren ¾ Stunde die Mauerreste der Innerhütten (1.924m, guter Blick auf die „Rotwand“ ). Links altend folgt man kurz dem Wasserwal, bis man dann rechts über steile Grashänge aufsteigt und erst eit oben links querend, den rechten Rand der Geröllmassen erreicht, über welche man in Kürze den Wandfuß erreicht. Der Einstieg ( 1 Bohrhaken ) befi ndet sich am Wandfuß des Vorbaus, an der schwarzen Verschneidung etwa 40 m links der auffallenden Quarzader ( eine weitere knappe Stunde von den Innerhütten ). Zustieg insgesamt ca. 2 Stunden.
Abstieg
Abseilpiste für 2x50m-Seile über die steile Granitmauer, 1½ Stunden bis Wandfuß. Weitere 1½ Stunden zum Parkplatz. Beim Abseilen gut auf die eingerichteten Stände achten und nicht verpassen! Ein Rückzug über die Aufstiegsroute ist mit 2x50m-Seilen stets möglich, aber wegen Schräg- und Quergängen nicht unbedingt ratsam. Am Vorbau über den steilen Hang absteigen bis zur letzten Abseilstelle ca. 30 m unterhalb der großen Quarzader.
 


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